Hyaluronsäure Shampoos Shampoos, Spülung, Conditioner mit Hyaluronsäure

Produktvergleich zuletzt aktualisiert am 02.10.2020
Autor: Dr. Annika Mix
Datum: 02.10.2020
Lesezeit: 5:38 min

Im Bereich der Kosmetik ist Hyaluronsäure als Bestandteil von Cremes, Gels und ähnlichen Pflegeprodukten für die Haut bekannt. Hier dient sie der Behandlung von Falten und der nachhaltigen Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit. Dabei hat sie sich seit vielen Jahren bewährt und ihre positive Wirkung auf alternde Haut wurde in zahlreichen Studien belegt.

Hyaluronsäure ist ein natürliches langkettiges Molekül, das überall in unserem Körper anzutreffen ist. Durch seine Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden, sorgt es für Elastizität und gleichzeitig für Festigkeit. So findet sie sich nicht nur in der Haut, sondern auch in Knorpel, den Bandscheiben und im menschlichen Auge. Hier zeigt sich, das Hyaluronsäure auch großen mechanischen Beanspruchungen standhalten kann und Festigkeit und Stabilität verleiht.
Seit einiger Zeit wird Hyaluron auch als pflegender Zusatzstoff für die Haare in Shampoos, Spülungen und Conditionern beworben. Denn nicht nur die Haut, auch das Haar muss mit Feuchtigkeit versorgt werden, um gesund zu bleiben und auch gesund auszusehen. Unterschiedliche Einflüsse, wie Sonneneinstrahlung, Chlor, heiße Fönluft oder Chemikalien aus Färbeprodukten können das Haar stark angreifen und mit der Zeit sichtbar schädigen. Es wird trocken, stumpf und brüchig. Diese Schädigungen sind deutlich sichtbar, da das Haar seinen gesunden Glanz verliert und matt erscheint. Hier kann Hyaluronsäure Abhilfe schaffen. Die Versorgung des Haares von außen mit Hyaluronsäure soll trockenem und strapaziertem Haar zu mehr Feuchtigkeit und Glanz verhelfen.

Wie Hyaluronsäure auf das Haar wirkt

Die wichtigste Eigenschaft von Hyaluronsäure ist die Bindung von Wasser. Um das Haar mit ebendiesem Wasser versorgen zu können, muss das Hyaluron auf dem Haar haften bleiben. Hierbei kommt die raue Oberfläche des Haares zur Hilfe. Auch wenn ein Haar mit dem bloßen Auge sehr glatt aussieht, so ist bei starker Vergrößerung deutlich zu erkennen, dass dies in Wahrheit nicht der Fall ist. Die äußerste Schicht eines jeden Haares, auch Cuticula genannt, gleicht in ihrer Struktur einem Tannenzapfen. Dabei liegen zahlreiche verhornte und abgestorbene Zellen in mehreren Schichten versetzt übereinander. Ist das Haar gesund und gut mit Feuchtigkeit versorgt, dann liegen diese Schuppen flach am Haar an, wodurch Licht sehr gut reflektiert werden kann und das Haar in einem gesunden Glanz erscheint. Bei trockenem und strapaziertem Haar liegen die Zellen nicht an, sondern stehen mitunter weit auf. Dies hat mehrere Konsequenzen. Zum einen wird das Licht schlechter reflektiert, wodurch das Haar matt und stumpf aussieht. Zum anderen verhaken sich die Haare ineinander und bilden schnell Knoten, werden filzig und stehen ab.

Kommt nun dieses trockene und strapazierte Haar mit Hyaluronsäure in Kontakt, dann bleibt diese in den winzigen Zwischenräumen der aufgespreizten Haarzellen hängen und kann dort Wasser binden, welches langsam in das Haar einziehen kann und die Lücken schließlich weitestgehend schließt. Dadurch glättet die Hyaluronsäure die Oberflächenstruktur und macht das Haar leichter kämmbar, ohne es zu verkleben. Gleichzeitig kann das Licht wieder besser reflektiert werden, wodurch es einen neuen Glanz entfaltet.

Weitere positive Wirkstoffe

Hersteller von Haarpflegeprodukten setzten in den seltensten Fällen auf Hyaluron als einzigen effektiven Wirkstoff. Sehr häufig wird es mit anderen Substanzen kombiniert, die sich schon längere Zeit in der Haarpflege bewährt haben, wie wertvolle Öle oder Kollagen. Dabei sollen sich, so ist die Idee, die kombinierten Inhaltsstoffe in ihrer Wirkung ergänzen.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 konnte eindrucksvoll zeigen, dass Hyaluronsäure die positive Wirkung von Kollagen und Chitosan auf trockene Haare deutlich verstärkt. Das Bedecken von Haaren mit einem Gemisch aus diesen drei Wirkstoffen führte zu einer Verdickung der Haare, mehr Elastizität und einer deutlichen Resistenz gegenüber Haarbruch. Insgesamt erschien das Haar optisch glatt und glänzend. Dabei wirkte das Gemisch dieser drei Substanzen besser als Kollagen und Chitosan für sich. (https://www.degruyter.com/view/journals/pac/89/12/article-p1829.xml?tab_body=fullHtml-75008)

Das Problem mit der Menge und dem Preis

Ein Problem liegt allerdings darin, dass in der Liste der Inhaltsstoffe (INCI) zwar alle enthaltenen Substanzen angegeben werden müssen, allerdings ohne genaue Mengenangabe. Letztlich ist also meistens unklar, wie viel Hyaluron tatsächlich in einem Shampoo enthalten ist. Dabei entsteht schnell eine Kostenfalle, denn Hyaluron ist im Verhältnis zu anderen Wirkstoffen vergleichsweise teuer und natürlich ist die Angabe von Hyaluron als Zusatzstoff verkaufsfördernd. Dadurch akzeptieren viele Verbraucher oft deutlich höhere Preise, obwohl vielleicht nur Kleinstmengen an Hyaluronsäure tatsächlich in dem Produkt enthalten sind.

Ganz billig sind die meisten Hyaluron Produkte für die Haare grundsätzlich nicht. Je Liter bezahlt man für ein hyaluronhaltiges Shampoo zwischen 23 und 70 Euro. Allerdings ist dieser hohe Preis auch ein Ergebnis des zunächst sehr kleinen Marktes, der sich erst langsam etabliert. Mittlerweile haben jedoch auch große Hersteller Hyaluron als pflegenden Inhaltsstoff für ihre Haarprodukte entdeckt, wodurch der Preis langsam nach unten reguliert wird. Mittlerweile können Sie gute hyaluronhaltige Haarpflegeprodukte auch von preiswerteren Marken bekommen, die Ihr Budget nicht übermäßig belasten.

Unerwünschte Zusatzstoffe

Wie gewöhnliche Shampoos auch, so beinhalten auch hochwertige und teure Hyaluron Shampoos teilweise Zusatzstoffe, die kritisch betrachtet und im Zweifel besser gemieden werden sollten. Ein genauer Blick auf die INCI-Liste oder eine Abklärung mit Hilfe einer App, wie zum Beispiel CodeCheck, ist daher dringend geboten. Gerade, wenn es sich um ein teures Shampoo handelt, sollten Sie sicherstellen, dass keine unerwünschten Zusatzstoffe enthalten sind. Drei von ihnen werden im Folgenden kurz skizziert. Wenn Sie sicherstellen möchten, dass keiner dieser Zusatzstoffe in Ihrem Produkt enthalten ist, wäre es ratsam auf ein rein naturkosmetisches Produkt zurückzugreifen. Hier sind diese Substanzen grundsätzlich nicht enthalten.

Silikone

Diese synthetischen Kunststoffe sind in einer Vielzahl von Shampoos enthalten, obwohl sie nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Haar langfristig schaden. Die großen Moleküle legen sich als dünner Film um jedes einzelne Haar. Dabei versorgen sie das Haar aber nicht wirklich, sondern versiegeln es, wodurch es langfristig austrocknet. Der Effekt ist also genau gegensätzlich zu der gewünschten Wirkung der Hyaluronsäure. Auf der INCI-Liste erkennen Sie Silikone unter den Begriffen Dimethicone, Methicone, Polysiloxane oder Cyclomethicone.

Parabene

Parabene sind Konservierungsstoffe, die ein Produkt frei von Keimen halten und dadurch die Haltbarkeit verlängern. Einige Parabene besitzen allerdings eine hormonähnliche Struktur und stehen im Verdacht, das natürliche hormonelle Gleichgewicht zu stören. Auch eine Beteiligung am Risiko für Brustkrebs wird diskutiert. Hinter folgenden Bezeichnungen der INCI-Liste verbergen sich Parabene: Metagin, Hydroxybezoesäure/Hydroxybenzoat, Oxybenzoesäure/Oxybezoat, Propagin, PHB, Parahydroxybenzoat, Butylparaben, Etyhlparaben, Isobutylparaben, Isopropylparaben, Methylparaben, Propylparaben, Phenylparaben.

Polyethylenglycole (PEG)

Polyethylenglycole sind synthetische Polymere, die in Shampoos vor allen Dingen als Schaumbildner verwendet werden. In dieser Eigenschaft sind sie so gut darin Fette zu lösen, dass sie die natürliche Fettschicht der Kopfhaut abtragen. Dadurch wird die natürliche Hautbarriere nach und nach zerstört und die Kopfhaut trocknet aus. Eine logische Konsequenz davon ist eine vermehrte Talgproduktion, um die Kopfhaut zu regenerieren. Dieser Talg fettet aber auch die Haare, was biologisch betrachtet zwar gesund, aber in der heutigen zivilisierten Welt eher unerwünscht ist. Auf der INCI-Liste erkennen Sie Polyethylenglycole an dem Kürzel PEG oder als Begriffe mit der Endung -eth, wie z.B. Laureth Sulfate.

Fazit

Hyaluronsäure ist in erster Linie als Anti-Aging-Mittel bekannt, das die Haut strafft und Falten reduziert. Dabei liegt seine größte Fähigkeit in der Bindung von Wasser. Diese Eigenschaft kann auch für trockenes Haar nützlich sein, in das sich die Hyalurosäure einlagern kann, um es mit Feuchtigkeit zu versorgen. Achten Sie beim Kauf eines hyaluronhaltigen Shampoos auf weitere positive Wirkstoffe, ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis und die Vermeidung kritischer Zusatzstoffe.

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