Hyaluron Gesichtscremes

Hyaluronsäure Gesichtscremes Vergleich und Kaufempfehlung

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Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 4:14 min

Letzte Änderung: 06.11.2019.

Im Vergleich zu Hyaluron-Seren oder -Gels sind Cremes mit Ölen und Fetten angereichert und so für trockene Haut geeignet. Die meisten Cremes enthalten weitere Inhaltsstoffe, die der Hautalterung entgegen wirken.

All diese Zusatzstoffe werden in der INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients), einer internationalen Richtlinie für die korrekte Angabe der Inhaltsstoffe von Kosmetika, angegeben.

Kaufempfehlung

Damit Hyaluron auch als Hautcreme hilft, muss es eine extrem kleine Molekülgröße besitzen. Das Hyaluron mit den kleinsten Molekülen wird Oligo-Hyaluron gennant und ist bisher die einzige Form, die ohne Unterspritzung in tiefe Hautschichten vordringen kann. 99 % aller Produkte auf dem Markt, verwenden Hochmolekulares Hyaluron, was bei äußerer Anwendung keinen Anti-Aging Effekt besitzt und lediglich Feuchtigkeit spendet. Leider ist Oligo-Hyaluron noch relativ teuer und es gibt nur wenige Produkte auf dem Markt. Im Moment sind die Ampullen von colibri cosmetics die beste Wahl.

Hyaluron Gesichtscremes vonCOLIBRI COSMETICS
Hyaluron Gesichtscremes vonHYAPLUS
Hyaluron Gesichtscremes vonCOSPHERA
Hyaluron Gesichtscremes vonSATINNATUREL

Allerdings ohne Mengen- oder Prozent-Angaben. Das gilt auch für den Anteil an Hyaluronsäure und den Hyaluronsäuretyp.

Welche Hyaluronsäure

Alle kosmetischen Produkte werden wortreich und bestmöglich beschrieben: wie z.B. höchstwirksam, höchstkonzentriert, spendet intensive Feuchtigkeit, nährt, heilt und pflegt, macht die Haut geschmeidig, straffer und jünger. Die Effektivität einer Creme mit Hyaluronsäure hängt jedoch stark von der Konzentration an Hyaluronsäure und vom Hyaluronsäuretyp ab, der von den weinigsten Herstellern angegeben wird. Es gibt unterschiedliche Hyaluronsäuren mit unterschiedlicher Wirkung: Die hochmolekulare, die niedermolekulare und die oligomolekulare Hyaluronsäure.

Hochmolekulare Hyaluronsäure

ist die Variante mit den größten Molekülen, die wegen ihrer Molekülgröße die Hautbarriere nicht passieren kann. D.h. Sie bleibt an der Hautoberfläche und bildet dort einen feinen Film, der die Haut vor Austrocknung schützt, die Elastizität verbessert und auch entzündungshemmend wirkt. Sie wirkt also pflegend und wohltuend, wird aber leicht abgewaschen und hat keine Langzeitwirkung.

Niedermolekularer Hyaluronsäure

mit deutlich kleinerer Molekülstruktur kann in tiefere Hautschichten eindringen und speichert ausreichend Wasser im Bindegewebe der Haut. Diese zusätzliche Feuchtigkeit polstert die Haut auf, verringert sichtbar Falten und lässt die Haut jünger und praller aussehen. Die Wirkung hält auch über den Anwendungszeitraum hinaus an! Dieser Langzeiteffekt hat eindeutig mehr Vorteile in Bezug auf Anti-Aging und Faltenreduzierung.

Die Oligo-Hyaluronsäure

ist die Hyaluronsäure mit der kleinsten Molekülstruktur, die von der Haut und dem Bindegewebe am besten aufgenommen werden kann. Sie wurde erst vor kurzem entdeckt und ist sehr hochpreisig.

Zusatzstoffe in Hyaluron Cremes

Zur Herstellung von Hyaluron Cremes wird synthetisch hergestelltes Hyaluron verwendet, das zu 100 % vegan ist und ohne Tierversuche auskommt. Tierisches Hyaluron wird wegen potenzieller Allergien und Unverträglichkeiten gegen tierische Eiweißproteine nicht mehr verwendet. Hyaluron Cremes enthalten meistens noch weitere Stoffe, die einerseits die Hautpflege unterstützen, andererseits auch schädlich für Haut und Körper sein können. Denn über die Haut werden Stoffe nicht nur ausgeschieden sondern auch aufgenommen. Deshalb ist es wichtig die INCI-Liste, also die Inhaltsstoffe vor dem Kauf durchzulesen.

Einige Cremes verwenden außer Hyaluronsäure weitere Stoffe zur Pflege der Haut wie beispielsweise Linoleinsäure, Aloe, Shea Butter, Jojoba-Öl, Vitamine und Minerale, Coenzym Q10, Resveratrol aus roten Weintrauben, Astaxanthin aus roten Algen usw.

Schädliche Zusatzstoffe

Die meisten Hersteller verzichten auf schädliche Zusatzstoffe wie Parabene, Silikone, PEGs, Mineralöle und Aluminium. Es lohnt sich jedoch immer einen Blick auf die INCI - Liste zu werfen. So können Sie das Produkt selbst einschätzen - unabhängig von der gut klingenden Produktbeschreibung.

PEGs

Diese Abkürzung steht für Polyethylenglycole, synthetische Rohstoffe, die wegen ihrer vielen unterschiedlichen Wirkungen als Emulgator, Feuchthaltemittel, Rückfetter usw. für viele kosmetische Produkte eingesetzt werden. PEGs können von unserer Haut nicht abgebaut werden und lösen beim Abwaschen die hauteigene Schutzschicht ab und trocknen die Haut noch mehr aus. Das macht sie anfälliger für weitere Schadstoffe.

In Verbindung mit Sauerstoff, UV-Strahlung und Spuren von Metall bilden sie aggressive Hydroperoxide, den Auslöser für die Mallorca-Akne. auf der INCI-Liste erscheinen sie als PEG oder mit der Endung -eth, wie z.B. Laureth Sulfate. Produkte ohne PEG findet man im Bereich der Biokosmetik.

Mineralöle

Mineralöle ersetzen hochwertige pflanzliche Öle, liefern der Haut jedoch keine Nährstoffe und dichten die Hautoberfläche mit einer Ölschicht ab unter der sich Keime und Bakterien stark vermehren. Die Folge können Akne und Mitesser sein. Hinter folgenden Bezeichnungen verbirgt sich Mineralöl: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline.

Silikone

Silikone sind Kunststoffe, die ebenso aus Erdöl gewonnen werden. Sie bilden einen Film auf der Haut, der sich kurzfristig gut anfühlt, aber langfristig die Regeneration der Haut und das Eindringen von Vitaminen verhindert.

Auf der INCI-Liste erscheinen sie als Dimethicone, Methicone, Polysiloxane oder Cyclomethicone.

Parabene

Parabene sorgen für die Konservierung von vielen Kosmetikprodukten, sind aber dem weiblichen Östrogen sehr ähnlich, lagern sich dauerhaft im Körper an und stehen im Verdacht den Hormonhaushalt durcheinander zu bringen.

Parabene sind an der Endung -paraben zu erkennen, Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Isopropylparaben und Isobutylparaben.

Duftstoffe

Duftstoffe können natürlich oder synthetisch hergestellt sein. Synthetische Duftstoffe haben meist ein allergenes Potenzial und werden mit den Pflegestoffen in die Haut transportiert, wo sie nicht hingehören. Bevorzugen Sie kosmetische Produkte ohne Duftstoffe, denn so minimieren Sie das Risiko künstliche Stoffe über die Haut in den Körper einzuschleusen.

Diese Bezeichnungen werden für Duftstoffe verwendet: Alpha-Isomethyl Ionone, Benzyl Alcohol, Benzyl Salicylate, Citral, Citronellol, Geraniol, Hexyl Cinnamal, Linalool, Limonene