Hyaluronhaltige Lebensmittel Welche Lebensmittel enthalten natürliches Hyaluron

Produktvergleich zuletzt aktualisiert am 02.10.2020
Autor: Dr. Annika Mix
Datum: 02.10.2020
Lesezeit: 3:50 min

Hyaluronsäure ist nicht nur wichtig für straffe Haut, sondern vor allen Dingen für eine gesunde Funktion der Gelenke. Mit der richtigen Ernährung ist es möglich, die körpereigenen Reserven an Hyaluronsäure positiv zu beeinflussen.

Hyaluronsäure spielt in unserem Körper eine sehr wichtige Rolle und ist für die Stabilität und Aufrechterhaltung eines gesunden Stoffwechsels von essentieller Bedeutung. Durch ihre Fähigkeit Wasser zu binden versorgt sie die Haut und die Organe mit Feuchtigkeit und trägt so zur plastischen Stabilität bei. Als Schmiermittel in den Gelenken ist sie unabdingbar für eine reibungslose Bewegung und als Wegbereiter für wandernde Zellen des Immunsystems spielt sie eine tragende Rolle bei die Aufrechterhaltung der Gesundheit.

Mit der richtigen Auswahl der Nahrungsmittel kann sichergestellt werden, dass dem Körper stets die größtmögliche Menge an natürlicher Hyaluronsäure zur Verfügung steht. Dabei können Grundsätzlich zwei Arten von Lebensmitteln unterschieden werden. Solche, die direkt Hyaluronsäure enthalten oder solche, die Nährstoffe enthalten, die die körpereigene Produktion der Hyaluronsäure unterstützen. Beide können somit auf unterschiedlichem Wege die Hyaluron-Reserven auffüllen.

Kann Hyaluronsäure überhaupt mit der Nahrung aufgenommen werden?

Einige Lebensmittel enthalten direkt Hyaluronsäure. Das langkettige Molekül ist allerdings nicht sehr stabil, weshalb viele Forscher daran zweifeln, dass sie in ausreichender Menge aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Aus diesem Grunde wurden für die Nahrungsergänzung spezielle Kapseln konzipiert, die die enthaltene Hyaluronsäure durch den sauren Magen transportieren und erst im Darm freisetzten, wo sie relativ verlustfrei aufgenommen werden kann.

Einige Studien deuten aber darauf hin, dass sehr wohl Hyaluronsäure über die Nahrung aufgenommen werden kann. Österreichische Mediziner stellten bereits vor über 20 Jahren fest, dass der Hyaluronsäurespiegel im Blutplasma von Probanden etwa 60 Minuten nach der Nahrungsaufnahme stark ansteigt. Etwas genauer untersuchten im Jahr 2014 japanische Wissenschaftler die Hyaluronsäure-Aufnahme an Ratten. Sie markierten die Hyaluronsäure im Futter mit einem radioaktiven Isotop, dessen Verbleib sie im Körper der Tiere sie sehr genau nachvollziehen konnten. Dabei zeigte sich, dass bis zu 90% der verfütterten Hyaluronsäure im Darm in das Blut aufgenommen werden. Von dort wird sie zügig im Gewebe verteilt, so dass sie etwa eine Woche lang in der Haut nachgewiesen werden konnte. Anschließend wurde sie abgebaut und ihre Bauteile über den Urin oder die Atemluft ausgeschieden.

Auf dieser Grundlage ist davon auszugehen, dass mit der Nahrung aufgenommene Hyaluronsäure zu einem großen Anteil vom Körper absorbiert und dort eingebaut werden kann, wo sie gerade benötigt wird. Dabei gilt, dass sie, wie die körpereigene Hyaluronsäure auch, einem stetigen Abbau unterliegt. Um die Reserven nachhaltig zu füllen bedarf es also einer regelmäßigen Aufnahme von hyaluronanhaltigen Lebensmitteln.

Nahrungsmittel mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure findet sich nicht nur in tierischen, sondern auch in pflanzlichen Lebensmitteln. In vergleichsweise größeren Mengen kommt sie in folgenden Nahrungsmitteln vor:

  • Süßkartoffeln und Kartoffeln Kartoffeln enthalten große Mengen an Hyaluronsäure und sind als Beilage zu sehr vielen Gerichten geeignet. Besonders groß ist der Anteil in Süßkartoffeln.

  • Bananen Bananen enthalten nicht nur eigenes Hyaluron, sondern auch Vitamin-C und Magnesium, die für die körpereigene Hyaluronproduktion benötigt werden.

  • Grünes Blattgemüse Blattgemüse, wie verschiedene Kohlsorten und Salate enthalten nicht nur Hyaluronsäure, sondern auch Magnesium, das für die Hyaluronsäure-Produktion notwendig ist. Auch mit einem grünen Smoothie oder frischem Salat sorgen Sie für eine ausreichende Hyaluronsäure-Aufnahme.

  • Knochen und Haut Hauptsächlich kommt Hyaluronsäure in tierischen Produkten, insbesondere in Knorpel und Gelenken vor. In der modernen Küche wird zwar nur noch selten Knochenbrühe verwendet, dennoch empfiehlt es sich Hühnersuppe oder Rindfleischsuppe mit frischen Knochen, Knorpel und Haut zu kochen. Sie alle enthalten viel natürliches Hyaluron. Auch bei anderen Fleischgerichten kann es gesundheitsförderlich sein, Fleisch mit Knochen zuzubereiten. Das verbessert oft auch Geschmack und Konsistenz der Bratensauce.

  • Innereien Einige Innereien, wie Herz und Leber, waren früher Leckerbissen. Heute werden sie nur noch wenig angeboten. Alle Arten an Innereien, vor allem Hähnchenleber, enthalten neben vielen anderen wichtigen Nährstoffen auch einen vergleichsweise großen Anteil an Hyaluron.

Nahrungsmittel, die die Hyaluronproduktion ankurbeln

Unser Körper bildet den Großteil seiner Hyaluronsäure selbst, wofür er eine Reihe an bestimmten Nährstoffen, wie Vitamin C, Zink, Magnesium oder Phytoöstrogene benötigt. Deshalb können wir unseren Organismus mit der richtigen Ernährung dabei unterstützen, selbst Hyaluron zu bilden, indem wir Lebensmittel zu uns nehmen, die reich an diesen Stoffen sind.

Dunkles Blattgemüse, Wurzelgemüse, Mandeln und Cashew-Kerne sowie sojahaltige Lebensmittel enthalten viel Magnesium. Dunkle Schokolade und Bohnen enthalten neben Magnesium auch Zink. Rotwein, Süßkartoffeln und Granatapfel liefern Phytoöstrogene. Menschen, die vielfältig und natürlich essen, tun nicht nur Ihrem Gaumen Gutes, sondern versorgen ihren Körper mit wertvollen Nährstoffen, mit denen der Körper selbst Hyaluronsäure produzieren kann.

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Lebensmittel, die die Hyaluronproduktion unterstützen:

  • Vitamin C-haltige Lebensmittel Hagebutten, Sanddornbeeren, Paprika, Bienenhonig, Kohlrabi, Grünkohl, Rosenkohl, Zitrusfrüchte, Beerenfrüchte, Spinat.

  • Zinkhaltige Lebensmittel Kürbiskerne, Erdnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse, Linsen, Haferflocken, Buchweizen.

  • Magnesiumhaltige Lebensmittel Vollkorn und Vollkornprodukte, Kleie, Haferflocken, Naturreis, grünes Gemüse Sesamsamen, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Bohnen.

  • Phytoöstrogenhaltige Lebensmittel Rotwein, Süßkartoffel, Leinsamen, Granatapfel, Hopfen, Mönchspfeffer, Soja, Traubensilberkerze, Johanniskraut, Rotklee, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Maca.

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